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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Wellen brechen

 
Wellen brechen
 
Es geht die Welle hin
Auf blanken Spiegels Glas
brach Lichtflutung ihr
Sein und Sinn
fernab
von Ziel und Maß
 
Das Licht stürzt von den Zinnen
Im Schwarzflug fällt entzwei
ein Ton – noch zu entrinnen
ist seine Zeit vorbei
 
Unter des Sturmes Druckgewalt
beugen sich Zweige tief
Im Frostgeflecht sich einzuspinnen
ward eines Falters Halt
der arglos blind
im Schatten schlief
 
Es geht ein Tosen übers Land
Im Flammenstrahl: gepeitschte Wellen
Der Schaum tropft rot aus faul´gem Schlund
Sich darin reglos, tot zu stellen
des Falters einz´ge Wahl
beharrlich sinkend
auf den Grund
 
Das Licht stürzt von den Zinnen
Im Schmerzflug bricht entzwei
ein Ton – aus Wellensingen
Im Glas, der Falter
stirbt
sich frei
 
Nichts war
so wie es schien
 
Die Welle -
ist im Licht
 
dahin.
 
-

 

 

 

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