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Sabeth schreibt

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Poesie Melancholie Philosophie

Vom Wehklagen des Hundes

 
Vom Wehklagen des Hundes
 
Ich habe Dich erkannt, enttarnt
Dich bis ins Mark getroffen
Du kannst es nicht ertragen
bist für Wandlung nicht offen
 
Statt aufzumachen, zuzulassen
verletzlich Dich zu zeigen
hängst Du trotzig und klein
noch immer Dich ans Schweigen
 
Abwehr und Verweigerung
Flucht und Ignoranz
Zorn, Kontrolle, Herrschenwollen
alles: für den Selbstbetrug
Alles Gieren, Konsumieren
ist
doch nie genug
 
Ich habe Dich beschwert:
am Fliehen Dich zu hindern
vor Selbstlügen, vor Selbstbetrug
Du
reagierst wie stets:
verkehrt
suchst nur, des Schmerzes Wind zu mindern
und bleibst dabei
entleert
in Deiner Phantasiewohnung
 
Gibt keinen Weg
zu Dir
glaubst Deine Lügen selbst
schon längst …
Zu bitten und zu geben
um das und dem, woran Du hängst
das fliehst Du - wie ein waidwund´ Tier
 
Dir fehlt das Herz
die Kraft
zum Schmerz
zum Zeigen
Deiner Defizite
Du wandelst weiter
schlafbetäubt
und schenkst einzig nur
Tritte
 
Dein Selbst
zu klein
um
groß
zu sein
die Sucht
deckt zu, hüllt ein
 
So wahrst Du
ängstlich nur den Schein
 
Dein Ich
zu groß
um Mensch zu sein.
 
Ich habe Dich enttarnt
erkannt
und Wunden Dir geschlagen
Ich hab´ Dich dennoch
nicht verbannt
 
Du
schaffst es nicht
für Deine Freveltaten
mir fragend-bittend-wünschend
ein einziges
"Verzeih´"
zu sagen
 
Du kannst es nicht ertragen
so schwach und klein zu fühlen Dich
verbreitest speichelnd Opferklagen
verbannst aus Herz und Geiste
mich
 
und leidest
 
hundejämmerlich.
 
-
 
 
 

 

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