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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Biographisches

 
Grobe Eckdaten
 
Familiärer Hintergrund:
 
1973 geboren.
 
Mutter Deutsche - "Künstlerin" (Musikerin, diplomiert).
 
Vater Spanier - Katalane, Barcelona, bedauerlicherweise mir nicht persönlich bekannt.
 
Aufgewachsen (von der Säuglings- und Kleinkindzeit an) bei verschiedenen "Tagesmüttern" und Pflegefamilien sowie Besuch zweier Internate.
 
Die Mutter hatte als alleinstehende Berufstätige "keine Zeit", sich zu kümmern ... .
Der ferne, biologische Vater war nach zweijähriger Beziehung mit der deutschen Mutter in Barcelona an deren Schwangerschaft und dem dann (in Deutschland) geborenen Kind nicht interessiert, insbesondere nicht daran, Unterhalt für dieses Kind zu zahlen und/oder Umgang mit ihm zu haben.
Er war, wie sich später herausstellte, damals bereits verheiratet gewesen und hatte schon einen kleinen, etwa zweijährigen Sohn, ich somit mindestens einen "Halbbruder", mir ebenfalls bedauerlicherweise unbekannt.
 
Zwei Kinder, alleinerziehend (ich) mit beiden. Mit 19 das erste Mal Mutter geworden. Beide Kinder waren nicht "geplant", ja, das ist auch heute tatsächlich noch möglich ... .
 
Biologischer Vater von erstem Kind (Sohn) hatte nie Interesse an selbigem, sich folglich nie gekümmert oder auch nur ansatzweise für seinen Sohn "interessiert" ..., über Jahre auch keinen Unterhalt gezahlt.
 
Biologischer Vater von zweitem Kind (Tochter) hat eine emotionale Bindung zu seinem Kind, kann sich aber aus verschiedenen Gründen (eigenen Beschädigtwordenseins und Folgen ...) nicht im Mindesten fürsorglich, selbständig, verantwortungsvoll kümmern - er kann sein eigenes Leben schon nicht allein, selbständig leben, organisieren ... .
 
Meine Kinder hatten, haben folglich beide keinen sozialen Vater, keinen Vater/Väter als tatsächliche, verantwortungsvolle, fürsorgliche zweite Bezugsperson (neben mir).
 
Ausbildung, beruflicher Werdegang:
 
Diverse Jobs in diversen Bereichen. Näheres u.a. dazu unter Alleinerziehend. Arm. In Deutschland.
 
Mehrere Ausbildungen, u.a. zur Tanzpädagogin und Philosophiestudium (Universität Hamburg) - nicht abgeschlossen.
 
Seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten alleine nonstop Sorge-Arbeiterin ohne "geregelte" Freizeit, Urlaub, ohne Gehalt, finanzielle Rücklagen, sozialen Rückhalt, Beistand, Unterstützung.
 
Seit Jahren - erstmalig schulmedizinisch diagnostiziert im Jahr 2009 - physisch chronisch krank, mit entsprechend einhergehenden Einbußen, Einschränkungen. Ohne (angemessene) Therapie.
Schulmedizinische Diagnosen zweifelsfrei bestehender Erkrankungen liegen vor, deren Ursache(n) ist (sind) nach wie vor nicht bekannt/gefunden.
Alternativmedizinische Therapie ist aus finanziellen Gründen nicht möglich.
 
Infolge all dessen seit etwa meinem 13. Lebensjahr kontinuierlich materiell arm.
 
-
 
verfasst im Juli, erweitert im September 2016
 
update 22.07.2020
 
Weitere stichwortartige Maximaltransparenz über meine persönlichen Verhältnisse und "beruflichen Werdegang":
Frau, ledig, seit dem 19. Lebensjahr nonstop allein alleinerziehend, nicht-vermögend, ohne familiären Rückhalt, Beistand ... .
 
Ich habe drei Ausbildungen begonnen und nicht beendet:
 
Erste Ausbildung: Fremdsprachensekretärin: schulische Ausbildung, dann ungeplant (mit 18) schwanger mit Sohn, aus finanziellen Gründen (Schulgeld ...) abgebrochen. Ich stand alleine da mit einem Säugling, in Dachmansarde ohne Möbel ... .
Ich "lebte" aus Umzugskartons. Dort konnte ich mit Baby nicht bleiben - ich war damals 19, ohne Eltern/Familie, ohne Geld.
 
Zweite Ausbildung: RA-Gehilfin (damals noch so genannt), als Sohn in der Provinz mit 3 Jahren in den (städtischen) Kindergarten gehen konnte: bis 17 Uhr. Um 17 Uhr auch bei mir Büroschluss.
 
Schon das war ein Problem. So auch seine Trennungsschmerzen: täglich, schon am Abend zuvor ... . Fremdbetreuung. Damals ohne jegliche Eingewöhnungsphase für meinen dreijährigen Sohn.
 
Bis dahin hatte ich bereits mehrere Umzüge vollzogen - mit Baby, Kleinkind. Wechselte innerhalb der Ausbildung von Heidelberg nach Hamburg. "Der Liebe wegen" und weil ich aus der Provinz heraus wollte. 
 
Dort wurde mir in der Probezeit in der dortigen Kanzlei gekündigt - aus "politischen" Gründen. Ich war damals in einer feministischen, linken Frauenkanzlei und hatte eine Glatze zum Freund. Nein, kein Scherz. An dieser Stelle zu umfangreich ... .
 
Davor, danach: diverse Jobs in Kneipen, Cafés, Bistro, bei Bäckerei, Krankenhaus, Soziales Jahr im Altenpflegeheim (vor der ersten Schwangerschaft), später in Sonnenstudio, wieder Café, kurz im Bioladen, privat geputzt ... .
 
Dann in Hamburg Abi auf Zweitem Bildungsweg versucht. Scheiterte, als mein Sohn eingeschult wurde, in der ersten Klasse um 8 Uhr in der Schule sein musste - wie ich: in meiner Schule (Hansa-Kolleg). Auch hier brach ich ab, weil ich es alles zusammen nicht bewältigen konnte.
 
Hinzu kamen immer auch diverse weitere Belastungen - "familiäre", finanzielle - bspw. ausbleibende Unterhaltszahlungen von Kindesvater, Suizide von mir nahegestanden habenden Menschen, Beziehungsprobleme ...
 
So brach ich auch die dritte schulische Ausbildung - zur Tanzpädagogin - aus finanziellen Gründen ab und zuletzt auch das Philosophie-Studium an der Uni-Hamburg - nach Suizid eines "Freundes" ... konnte ich den Nebenjob nicht mehr machen, wurde gekündigt, das Geld fehlte.
 
Das Studium brach ich schließlich ab, weil ich dann - wiederum ungeplant, ja das ist möglich - mit meiner Tochter schwanger wurde und zu Anfang lange liegen musste. Semesterticket war dann zu teuer, konnte es nicht nutzen und alleine mit zwei Kindern, davon ein Säugling, konnte ich dann nicht mehr studieren und noch "nebenbei" jobben. Das BAföG alleine reichte nicht. Und meine psychischen und physischen Kräfte auch nicht.
 
Denn neben all dem passiert auch "das Leben". Hier daher nur grob umrissen.
 
Ich hoffe, das war nun maximaltransparent genug?
 
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Randläufige Anmerkung an die Küchenpsychologen, durch deren Unterstellungen, Projektionen und Diffamierungsversuche ich immer wieder via social media und e-mails, Privatnachrichten belästigt werde:
 
Ich hatte einen sehr gutmütigen, ruhigen, heiteren, verantwortungsvollen, pflichtbewussten, bescheidenen und absolut gewaltlosen sozialen (Pflege-) Vater, der mit mir in meinem Zimmer spielte, mit mir schwimmen und radfahren ging und im Urlaub mit mir in den Bergen wanderte.
Er hat kein einziges Mal mit mir geschimpft, er wurde nie laut und er war eines sicher nicht: autoritär, patriarchal.
 
Meine langjährigen Pflegeeltern (in der wichtigsten und längsten Zeit meiner Kindheit) waren meine sozialen Eltern.
 
Gelitten habe ich allerdings unter meinen beiden Müttern: meiner sozialen Pflegemutter - die auch gelegentlich "handgreiflich" und sehr autoritär gewesen ist - und psychisch-emotional massiv, bis in körperliche Krankheit hinein, durch meine biologische Mutter.
 
Wenn mir jemand mein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen - in der Pubertät - tatsächlich gewaltsam, durch Psychoterror, psychische Gewalt, genommen hat, dann war das zweifelsohne meine biologische Mutter.
 
Und nein, sie hat mich dafür bis heute nie je um Verzeihung gebeten, geschweigedenn irgendeine Wiedergutmachung geleistet oder wenigstens angeboten - auch meinen beiden Kindern gegenüber: nicht(s).
 
 
Dennoch ist es unabdingbar für Identitätsbildung und Persönlichkeitsentwicklung auch seine biologischen Eltern - sowohl die biologische Mutter als auch den biologischen Vater - kennen zu können, ganz gleich, wie gute, liebevolle soziale Eltern man hat(te).
 
Wer keine Wurzeln hat, kann nicht stehenbleiben, keinen Halt finden, nicht ankommen.

Einem Kind seine familiären Wurzeln zu nehmen, ist, als stieße man es ins kalte, tiefe Wasser - ohne Schwimmhilfe, ohne sichtbares Ufer.

Identitätsbildung, Persönlichkeitsentwicklung.
 
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Aktualisierung am 29. April 2019
 
Ein Internat kann - insbesondere im Jugend-, weniger im Kindesalter - ein Ort, ein Quell überreicher Erfahrungen und lebenslang wirksamer Eindrücke, Prägungen sein.
Ich weiß sehr wohl noch heute, wer mich persönlich seinerzeit wie, womit inspirierte ... .
 
Du triffst auf überschaubar begrenztem Raum innerhalb relativ kurzer Zeit auf eine Dichte und Vielfalt von Persönlichkeiten, Verhaltensweisen, Eigenheiten, Geschmäckern, Lebensstilen, je biographischen, "bunten" Hintergründen - auch Belastungen, Beschädigungen - du triffst auf Gleichgesinnte, "Gegenläufige", du wirst damit unausweichlich und mehr oder weniger bewusst konfrontiert, angefixt, mitgerissen - und all das in einer Zeit der höchsten Aufnahmebereitschaft, Vitalität, psychisch-emotionalen und intellektuellen Viskosität, Form-, Prägbarkeit - durch die peer group! - dass es sich zwangsläufig lebenslang eingraviert.
 
Sie sind heute alle nicht mehr die, die sie damals waren - der natürliche, übliche Lauf der Dinge.
Aber die Erinnerung an all diese so unterschiedlichen Persönlichkeiten mit so unterschiedlicher Herkunft, Prägung, Sozialisation, Geschmäckern, Ausdrucksformen ..., die Erfahrung all dessen, als gewesener Teil dessen, ist von besonderem, lebenslangen Wert.
 
Im damaligen Moment als solcher selbstredend nicht erkannt, noch nicht erkennbar gewesen seiend - sondern erst, wie so oft, im Rückblick, im Erzählen der (autobiographischen, je persönlichen, je subjektiven - der: eigenen wie eigentümlichen) Geschichte.
Es erhält seinen Wert bekanntlich gerade durch die darauf folgenden, gefolgt seienden Veränderungen und durch die Endlichkeit - dieser Eindrücke, Erlebnisse, Erfahrungen sowie auch durch die je persönliche Vergänglichkeit, insbesondere durch das Altern.
 
Man war so l e b e n d i g ... als junger, vitaler, in alle Richtungen weit offener, aufnahmefähiger, neugieriger, abenteuerlustiger Mensch. Man fühlte sich tatsächlich frei (ohne es faktisch je gewesen zu sein, je sein zu können).
 
Sie: sind es heute nicht mehr. So wenig wie ich es heute mehr bin - die, die wir damals waren.
Was bleibt, sind die gemachten, erinnerten Erfahrungen - der W e r t. Und die bis heute erhalten gebliebene Wirkung: Anregung, Horizontweitung - Dankbarkeit.
 
Es gibt dann bei jedenfalls mir den spontanen Impuls, das Bedürfnis, im Sinne und zum Zwecke der Danksagung, Namen zu nennen - denn du hast die Gesichter, Personen ja bildlich vor dir. Aber es würde dies nicht vermitteln, nicht umfassen, was die je persönlich erfahrene, erhaltene "Essenz" ist, die bis heute nachwirkt.
 
Meine persönliche damalige "familiäre" Situation bedingte es, dass ich in relativ kurzer Zeitspanne fast jedes "Heimfahrtwochenende" in einer anderen Umgebung, bei einer anderen Familie, in einem anderen Mikrokosmos kurzfristig befindlich war - ich übernachtete zu dieser Zeit fast jedes Heimfahrtwochendende woanders und erhielt entsprechende, wenn auch nur kurzfristige, oberflächliche Eindrücke. So war meine Umgebung, waren meine Kontakte auch außerhalb des Internats weitgehend heterogen, vielfältig.
Später dann auch die intensive Trampzeit (Wochenenden, Schulferien) und die vereinzelten Nächte "draußen".
 
Meine Jugend dauerte von meinem 16. bis zu meinem 17. Lebensjahr - davor und danach konnte, durfte ich nicht "jung sein".
Mit 18 war ich das erste Mal schwanger.
 
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