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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie

Lasst uns reden - über "Flüchtlinge", Integration, verhärtete Fronten, verbale Abrüstung, Linke und Rechte, Werte und Demokratie

 
Eine angemessene, unaufgeregte, wichtige Stellungnahme (der Freitag - "10 Thesen zur Flüchtlingsfrage") - zu einigen genannten Zahlen hätte ich mir eine Verlinkung der Quelle gewünscht.
 
Was darin aber vor allem außen vor bleibt, ist, die Verantwortlichen - "die Politiker", d.h. die Regierenden/Machthabenden - miteinzubeziehen und: zur Verantwortung zu ziehen (siehe auch den Kommentar von Sigismundruestig unterm Artikel). Es wurden und werden Entscheidungen getroffen und Abkommen ausgehandelt, von denen die "Bürger" entweder nichts oder wenn, so erst mit deutlicher Zeitverzögerung erfahren, auf die sie kaum oder gar nicht (mehr) Einfluss nehmen können, zu denen sie sich nicht äußern, nicht einbringen können/dürfen/sollen. (Siehe auch die Misere der EU.) Entscheidungen werden beinahe (?) ausnahmslos nach "Profitkriterien", nach kapitalistischen Kriterien getroffen - auch solche, die moralisch nicht vertretbar, nicht zu rechtfertigen sind (siehe Militäreinsätze, lukrative Waffenlieferungen an Despoten und in "Krisengebiete", siehe diverse "unfaire" Handelsabkommen mit sogen. Entwicklungs- und Schwellenländern - auch: auf "europäischer Ebene" - EPAs (siehe zur Erläuterung unten stehenden Link von attac), siehe Bankenrettung/die Abhängigkeit der Staaten von Banken, siehe den Abbau "sozialer Sicherungssysteme" bzw. grundsätzlich die "Privatisierung" all dessen, das eigentlich besser in "Staatshänden" aufgehoben wäre/bliebe, also die Daseinsvorsorge/öffentliche Hand bzw. stattdessen stattfindende Liberalisierung, Deregulierung. Regierungen entscheiden (auch und gerade natürlich auf Basis des erheblichen Einflusses von Lobbyismus) über all das, ohne es "den Bürgern" transparent zu machen, ohne es ihnen seriös nahezubringen, ohne sie teilhabenzulassen, aber nachdem die Dinge aus dem Ruder gelaufen sind, sollen "die Bürger" sämtliche (Fehl-) Entscheidungen von Regierenden bzw. von Machthabenden "verantworten" - also: "aussitzen", dafür die Zeche zahlen (siehe bspw. auch die "Schuldenkrise", das Schröpfen von, der Betrug und Verrat an Griechenland, aber auch an zahlreichen "Dritte-Welt-Ländern"). Ich habe ein anderes Verständnis, eine andere Vorstellung von und auch andere Erwartungen an Demokratie.
 

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