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Sabeth schreibt

Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Anschauliches - Exposition

 
update 27. Dezember 2020
 
Äußerliches.
 
Nach wie vor verwechseln zahlreiche Menschen äußerliche Attraktivität, gar Schönheit mit gutem Geschminktsein.
 
Ich habe lebenslang keine Schminke benutzt, insbesondere nicht im Alltag, nur sehr selten und nur sehr wenig dann, wenn ich gelegentlich mal "ausgegangen" bin (tanzen, Disco in jungen Jahren).
Ja, ich halte nach wie vor sehr viel von Authentizität, Wahrhaftigkeit, Purismus, Natürlichkeit.
 
Dass Menschen altern, ist eine Sache, wie sie altern und aus welchen Gründen sie ggf. auch "unattraktiv" werden, eine andere - was das mit Erfahrungen, wiederholt, langjährig Durchlittenem zu tun hat, das sich in die Gesichtszüge und den Körper einschreibt, einprägt, eingraviert und auch den Glanz, die Lebendigkeit in den Augen, den Blicken zum Erliegen bringt wie auch insgesamt die Vitalität, Ausstrahlung einer Persönlichkeit durch intenisve, langandauernde physische und psychisch-emotionale Belastungen, durch langjährige Entbehrungen, nicht selbstverschuldete Armut, durch anhaltendes Leid, zugefügte Beschädigungen erlischt, erstirbt.
 
Dokumentation - hier am Beispiel meiner Person. Beobachtbar in ähnlicher Weise an etlichen anderen Menschen: weltweit.
 
Nein: Ich schminke die Wahrheit nicht weg, ich übertünche, verberge, beschönige sie nicht, auch nicht in Form äußerlicher Fassadenpolitur. Ich muss und möchte nicht gefallen: anderen. Ich möchte nach wie vor bzw. endlich wertgeschätzt, respektiert werden - als Persönlichkeit, nicht als vorzeigbares, benutzbares Püppchen.
 
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Hamburg Elbstrand, 1999

Hamburg Elbstrand, 1999

1999

1999

1999

1999

1999

1999

1999

1999

2001

2001

 
Ein paar Anmerkungen zu meinen eingestellten (meine Person zeigenden) Fotos - insbesondere an männliche Besucher gerichtet:

1. Nein: Meine Fotos stellen in keinster Weise eine offene oder irgendwie "verdeckte" Einladung dar - weder zu sexuellen oder anderweitig physischen noch zu auch "nur" verbalen Übergriffen, plumper Anmache (mittels Geschleime, Provokation, mansplaining, Beschimpfungen, Anfeindungen etc.) und/oder zu Aufriss.

2. Nein, ich preise mich nicht an, sondern verstehe meine Fotos sämtlich als Form von Selbstausdruck (inklusive Humor, Ironie) und auch zu Dokumentationszwecken.

3. Mein blog und auch die Privatnachricht- und Kommentarfunktion sowie meine Person insgesamt stellt keine Plattform/Bühne für sich selbst inszenieren wollende Narzissten dar.

4. Ich bin für konstruktive, horizontweitende, seriöse, fundierte Hinweise, Anregungen, Quellen und entsprechenden, idealerweise argumentbasierten Austausch grundsätzlich offen, kann, will und muss jedoch nicht jedem einzelnen "Hinweis", Kommentar bzw. Link nachgehen, vor allem dann nicht, wenn er mir als unseriös, tendenziös, irrelevant und/oder uninteressant erscheint und/oder auch dann, wenn Häufigkeit/Frequenz und Umfang ein für mich auch zeitlich nicht zu bewältigendes Ausmaß annehmen.

5. Kritik: immer gerne, so sie konstruktiv ist - gehaltvoll, substanzhaltig und nicht ausschließlich verletzen, beleidigen, lächerlich machen, abwerten, bevormunden will - herabsetzend, respektlos, infantil provozierend, diffamierend oder anderweitig plump, unbeholfen, aggressiv ist.

6. Nur weil mancher Mann sich durch meine Fotos möglicherweise irgendwie sexuell getriggert, animiert fühlt, gibt ihm das nicht das Recht, mich als Freiwild zu sehen und zu behandeln.
Ich habe keine Probleme mit ehrlich gemeinten Komplimenten, soll(t)en sie jedoch als Mittel zum Zweck gemacht werden, um bei mir einen Fuß in die Tür zu bekommen, ist jeder dahingehende Versuch vergeblich.

Und ich mache aus meiner feministischen Haltung ja nun nicht im Geringsten ein Geheimnis. Leider kursieren in auch unserer Gesellschaft noch immer diverse haarsträubende Missverständnisse und Ressentiments in Bezug auf Feminismus. Aber auch das haben  die vorurteilsbehafteten Menschen jeweils ihrerseits zu verantworten. Sie bringen damit nichts weiter als ihre persönliche Horizontenge, Unreife zum Ausdruck.
 
Hamburg, 2014

Hamburg, 2014

2014

2014

Hamburg, 2014

Hamburg, 2014

2014

2014

2014

2014

2015

2015

Die Geschichte mit alten Fotos (von sich): Warum zeigt man die bzw. sich so?
 
Klar, weil man jung war und auch so aussah. Und weil das oft (wenn auch nicht immer) bedeutet, dass man damals "attraktiver", wenngleich nicht unbedingt interessanter aussah als gegenwärtig bzw. als als älterer oder auch alter, gealterter, alt gewordener Mensch.
Das zumindest ist zunächst die naheliegende Antwort, die jeder wohl gleich vermutet, unterstellt.
 
Aber das alleine ist es gerade nicht.
 
Es geht um noch diverses Andere:
Zum einen ist man ja nach wie vor dieser Mensch, denn Mimik, Blicke, Gesten, Ausdruck behält man normalerweise durchaus bei - den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, des eigenen Temperamentes, Naturells, Wesens, Charakters und dies ganz unabsichtlich, spontan, unwillkürlich, authentisch.
 
Weiterhin hat es auch damit zu tun, wie man sich heute bzw. jeweils gerade fühlt, womit man sich selbst identifiziert - ob also mit dem aktuellen "Aussehen", eigenen Äußeren oder damit (aus verschiedenen Gründen, bspw. nicht nur Alter, sondern auch Krankheit, die Menschen ebenfalls äußerlich sehr verändern kann) gerade nicht.
 
Und es ist überdies nichts Neues, dass "das Alter", wie auch Krankheiten, chronische vor allem, wie außerdem Sorgen, intensive und/oder wiederholte, dauerhafte Belastungen ... Menschen äußerlich verändern, sogar entstellen kann - nicht bloß "Lebensspuren hinterlässt": im Gesicht, am Körper.
 
Und neu ist auch nicht, dass mit dem Altern viele Menschen durchaus hadern, nicht nur der Äußerlichkeiten wegen, sondern weil es zumeist doch mit Einschränkungen, Begrenzungen, Verlusten einhergeht - Verlust von Energie, Vitalität, Gesundheit, nicht grundsätzlich, nicht zwangsläufig, aber dennoch früher oder später bei den meisten Menschen so.
Verschiedene Menschen, Individuen, kommen mit solchen Beschränkungen, Verlusten, Veränderungen unterschiedlich gut, unterschiedlich "schnell" zurande.
 
Schließlich ist ein Grund auch, dass man sich gerne an alte, an frühere, vergangene Zeiten, d.h. bestimmte Zeiten, Augenblicke, erinnert, dass man dort (jeweils wieder/gelegentlich) eintaucht (Nostalgie? Sentimentalität?, vielleicht auch einfach aufgrund des Menschseins - weil Fotos auch Dokumentationen sind, eine Art Bestätigung/Beweis und je persönlich auch die Funktion einer "Rückversicherung", Selbstvergewisserung haben können), dass man mit Fotos somit auch Stimmungen, Gefühle vermitteln, ausdrücken, transportieren möchte.
 
Es geht also nicht um bloße narzisstische Selbstdarstellerei.
 
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1999, Elbstrand Hamburg

1999, Elbstrand Hamburg

1999

1999

1999

1999

2006

2006

posing 2001

posing 2001

2000, Freihafen Hamburg

2000, Freihafen Hamburg

2000, Freihafen Hamburg

2000, Freihafen Hamburg

Hamburg, schwarz, 2001

Hamburg, schwarz, 2001

schwarz, 2001

schwarz, 2001

schwarz, 2001

schwarz, 2001

2000, Spaßbilder in Hamburgs Freihafen

2000, Spaßbilder in Hamburgs Freihafen

Hamburg 1997, Tretbootfahren auf der Binnenalster

Hamburg 1997, Tretbootfahren auf der Binnenalster

Heidelberg 1996 oder 1997, Azubine in RA-Kanzlei

Heidelberg 1996 oder 1997, Azubine in RA-Kanzlei

Azubi in RA-Kanzlei in Heidelberg, 1996 oder 1997

Azubi in RA-Kanzlei in Heidelberg, 1996 oder 1997

Tagesausflug an die Ostsee, 1997

Tagesausflug an die Ostsee, 1997

August 2019 - sichtbar anämisch
August 2019 - sichtbar anämisch

August 2019 - sichtbar anämisch

zarte 18 Jahre jung
zarte 18 Jahre jung

zarte 18 Jahre jung

 
Anmerkungen zu eigenen Kinderfotos
 
Ja, ich bin überzeugt, dass Aussehen und Wesensart bzw. auch Persönlichkeit durchaus "korrelieren", was selbstredend nicht bedeutet, einen Menschen auf sein Aussehen reduzieren zu können oder zu sollen.
 
Weiterhin bin ich überzeugt, dass man das eigentliche, tatsächliche Wesen eines Menschen in, an seinen Kinderfotos, seinem Ausdruck in seiner Kindheit erkennen kann. Denn dieses angelegte, angeborene Wesen bleibt trotz aller darüberlagernden Erziehung, Sozialisation und sich anhäufenden Lebenserfahrung(en) sowie ggf. Wissens-, idealerweise auch Erkenntniszuwachses und Persönnlichkeitsreifung bestehen - es sei denn der jeweilige Mensch hat schon als Kind, als späterer Jugendlicher oder Erwachsener sehr schwere Beschädigungen, Traumata erlitten (siehe bspw. auch schwere Krankheit, Armut, Misshandlung ...).
 
Persönlichkeitsentwicklung - Identität - Selbsterkenntnis
 
Daher wollte ich immer schon von all jenen Menschen, mit denen ich näher, länger, intensiver Kontakt, Umgang, Beziehung hatte, deren Kinderfotos sehen. Ich halte sie, wie oben bereits erwähnt, für informativ, aussagekräftig.
 
Auf den unten verlinkten Fotos ist kein fremdes Kind, sondern ich selbst zu sehen.
Ich kann mich zwar durchaus an einige dieser im Bild festgehaltenen Momente, Zeit, Umgebung ... erinnern, erkenne mich, als die, die ich heute, die ich geworden bin (da wir alle zwangsläufig vor allem Gewordene sind), kaum mehr wieder.
Ich betrauere diesen Verlust meines "eigentlichen Selbst". Selbstmitleid, wenn man so will. ?

Wer kein gegenwärtiges Leben und keine Zukunft, Aussicht, Perspektive auf selbstwirksames, selbstbestimmtes Leben und soziokulturelle Teilhabe, Zugehörigkeit (mehr) hat, zieht sich zurück - in seine Vergangenheit, häufig darin suchend ... .
 
Mir ist bewusst, dass diese Fotos nun "öffentlich sichtbar" ... sind. Wer damit missbräuchlich umgeht, hat dies seinerseits zu verantworten, es legt dies s e i n ureigenes "Wesen", seinen Charakter offen.
 
Ich habe nur noch sehr wenige Kinderfotos von mir - meine biologische "Mutter" hat sämtliche anderen sowie auch die Negative vor vielen Jahren willentlich, absichtsvoll zerstört und weggeworfen und mir dies Jahre später (am Telefon) mitgeteilt.
 
Ich habe meine biologische "Mutter" im Jahr 1993 (im Geburtsjahr meines Sohnes) das letzte Mal gesehen.
Sie kennt meine beiden Kinder nicht, meine Tochter (geb. 2006) hat sie noch nie je gesehen, kennengelernt. Es lag meiner "Mutter" nie je daran.
 
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Anschauliches - Exposition
Anschauliches - Exposition
etwa 2 Jahre alt, fröhlich, Heidelberg/Umgebung

etwa 2 Jahre alt, fröhlich, Heidelberg/Umgebung

4 oder 5-jährig, Heidelberg

4 oder 5-jährig, Heidelberg

8-jährig, in der Schweiz (Wallis)

8-jährig, in der Schweiz (Wallis)

9 oder 10 Jahre "alt", Neusiedler See, Österreich
9 oder 10 Jahre "alt", Neusiedler See, Österreich

9 oder 10 Jahre "alt", Neusiedler See, Österreich

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