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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Bitte kein Mädchen! Die Last, ein Mädchen zu sein. Über den Femizid. - Abtreibungen von Mädchen sind nicht nur in China und Indien gängige Praxis, sondern auch in Europa

"Die Last, ein Mädchen zu sein", eine arte-Dokumentation

Das Ganze ist umso dramatischer und absurder, als ja ausschließlich der Mann, der biologische Vater, das Geschlecht des Kindes bestimmt.
 
Trotzdem werden - noch immer - die Frauen, Mütter dafür bestraft (misshandelt, verachtet, gedemütigt, verstoßen), dass/wenn sie Mädchen gebären - und eben auch diese Mädchen: werden misshandelt, getötet - wie Müll entsorgt.
Warum werden Frauen "beschnitten", verstümmelt - nicht nur, um damit maximale Frauenverachtung zum Ausdruck zu bringen, zu demonstrieren, dass Frauen global nach wie vor als minderwertig "gelten" bzw. diffamiert werden (ihnen das auch nach wie vor noch eingetrichtert wird, sie das täglich zu spüren bekommen ...), um also Macht zu demonstrieren, vermeintlich auch zementieren zu können, sondern auch:

Weil es einfach Fakt ist, dass nicht wenige Männer rund um den Globus Angst vor weiblicher sexueller Lust haben - sie fühlen sich physisch unterlegen, sie sind unsicher, sie wissen nicht, wie mann einer Frau sexuelle Lust verschafft, wie es zu "bewerkstelligen" ist, der (je individuellen) Frau Lusterfüllung zu geben, denn genau damit hat es ganz basal, ganz grundsätzlich zu tun: mit der Fähigkeit, sich einfühlen und mitfühlen zu können, geben zu können, zu wollen, sich selbst (als Mann) zurückzunehmen, sich als unsicher, unwissend, unerfahren zu outen - statt den "versierten Liebhaber" zu mimen, der mann allzu häufig gerade n i c h t ist.
 
Verstümmelte Frauen haben vermeintlich keine sexuellen Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen mehr - wie bequem für Männer. Mann braucht sich also um ihre, der Frau(en), Lust und Lusterfüllung nicht einmal mehr die geringsten Gedanken zu machen, sich schon gar nicht darum zu bemühen. Nein, mann kann diese Frauen einfach, bequem benutzen - wie einen Gegenstand, der zur eigenen (männlichen) Trieb- und Machtbefriedigung zur Verfügung zu stehen hat und mann kann sie dabei überdies misshandeln, denn diese Frauen empfinden "Sexualität" und Penetration wohl häufig als schmerzhaft.
 
Und ähnlich verhält es sich ja auch im "aufgeklärten, demokratischen, emanzipierten Westen":
Hier verstümmelt mann Frauen nicht (mehr) physisch - jedenfalls vordergründig - mann unterwirft, misshandelt, erniedrigt, entwertet sie mittels Pornographie und "Sex"kauf, Frauenkauf (Prostitution).

Denn hier wirken genau dieselben Mechanismen: das absichtsvolle, willentliche Übergehen weiblicher Lust - und hier (Pornographie ...) noch weit perfider, indem Frauen dahingehend indoktriniert werden, dies vermeintlich selbst genau so zu wollen, ihre Erniedrigung, die sexuelle Gewalt vermeintlich/vorgeblich "freiwillig, einvernehmlich" geschehen-, zuzulassen.
Der Mann muss auf diese Weise gar keinen Zwang, Druck, physische Gewalt im Vorhinein ausüben - er kann sich einfach bedienen: an der Frau, die es aus Gründen "zulässt" und sich selbst vermeintlich "freiwillig" unterwirft, benutzen, misshandeln, erniedrigen l ä s s t - und sich dabei noch als "sexuell selbstbestimmt" wähnt.
 
So darf mann sexuelle, physische und damit stets zwangsläufig einhergehend (!) auch psychisch-emotionale Gewalt ganz legal anwenden, tätigen.
 
Praktisch, oder? - So muss mann es machen, so perfide macht mann es.
 
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