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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Nebelschwund

 
Nebelschwund
 
Es steht ein Baum
nackt und braun
fernab der Zeit
am Waldessaum
 
Bleich
schweben schwere Wolkenschiffe
überm schwarzen Tannenhain
durch die Blau gefüllte Nacht
Tief
taucht mit Macht
des Winters Hand
in das bloße Leben ein
 
Frostgeschmückt
das blutleere Land
sinkt in klammen Dämmerschlaf
Als am weißen Waldesrand
trostvolle Kugel
ihr Herzziel traf
 
Es glüht ein Morgen
vom Wald herauf
Ergießt seinen Glanz in Todesstille
Ein Feuerstrahl
bricht Bleimilch auf
durchdringt kristall´ne Hülle
 
Durch die starren Baumskelette
fließt des Morgens Sonnengold
rauscht des Windes Atem

Aus der Tiefe Grabessold
blüht ein neuer Garten.
 
-
 
 

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