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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

Mein Vater - bist Du?

 
Mein Vater – bist Du?
 
Vater, mein
Du kennst mich nicht
Vater –
nie
sah je ich Dein Gesicht
 
Vater
der Du bist mir ferne –
Blickst nächtens Du zum Himmel auf
siehst Du dieselben Sterne?
Den leeren, trüben Weltenlauf?
 
Die Sterne
die erglimmen und verglüh´n
im stummen Nichts und Nirgendwo
Vater –
ganz wie Du
Vater: genau so!
 
Dein Land
habe ich nie gekannt
Nie hast das Meine Du betreten
 
Vater –
Du hast mich nie zu Dir gebeten.
 
Auch sprechen wir
dieselbe Sprache nicht
Von Angesicht zu Angesicht
könnten wir schweigen nur
Vater
Ich fand von Dir
nicht die geringste Spur
 
Heut´ bist Du schon
ein alter Mann
Wirst lebendig
Du je noch vor mir steh´n?
 
Vater –
Mir ist so bang …
Du könntest geh´n
- noch vor der Zeit –
Und ich dürfte
in Ewigkeit
 
nur mehr Deinen Grabstein seh´n.
 
-
 
 

 

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