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Sabeth schreibt

Poesie Melancholie Philosophie Feminismus Anarchismus

einzelweise

 
einzelweise
 
unwiderruflich, unaufhaltsam
im Verfall begriffen
einst noch unsichtbar
längst nun Spuren eingeschliffen
in die Züge
in den Leib
Eingeweide aufgebrochen
geistlos
nur mehr Kreatur
unterwerfend hingekrochen
klangverwaiste Klaviatur
scheiternd stets
in jedem Versuch
keine Heilung
von dem Fluch
Selbst
im Ringen schal verloren
isoliert bloß randgeboren
ausgeflossen, abgegossen
blutleer in sich eingefroren
 
… würd´ so gern mich
an Dir halten
schon zu alt
die Zeit - vorbei
in der Kinderkammer walten
sich verfangend im Gebälk
ohne Nahrung: leer und kalt
Wunsch und Wille - einerlei
 
würd´ so gern mich
Dir ergeben
urvertrauend eingewoben
bis in tiefe Höhen weit
hat sich Zweifel vorgeschoben
und Gewissheit, die mich mahnt:
 
Mensch bist du: so lang´ -
so ganz
im Sein
 
haltlos und
allein.
 
-
 
 
 

 

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